Dienstag, 23. Februar 2010

HEUTE BEI STEEREO CHARTS AUF PLATZ 1 (!!)



Das ist die erste Nummer 1 mit diesem Album! Halten wir die Tatsachen fest: Wir sprechen hier von Download Charts der Independent Artists auf Steereo.de, aber die Meldung ist trotzdem grandios und wir hängen völlig verfeiert in den Bergen in der Schweiz und versuchen den Tag bis zum Abend zu verbrücken, bis wir endlich wieder auf die Bühne gehen... Alles ganz wunderbar hier! 

















Hier noch ein paar Schüsse von der Tour! (Credits: Patryk Gläser / www.10nach8.de)































Montag, 22. Februar 2010

PLATZ 2 NEXT TO GOSSIP (!!!) & DIE NEUE TASCHE



Gerad reingekommen!! Bei steereo.de: Platz 2 in Künstler Charts (next to Gossip!!!) - ANDERE LEUTE Single auf Platz 3! Und Album auf Platz 2 Top Independent Alben Charts (neben Gossip, Florence & The Machine, Muse usw...!!!) Whoooo Baby!!!







































Sind heute in Solothurn in der Schweiz. Off Day und Internet für 8 Euro die Stunde. 15 Minuten vor die Tür gegangen. Die Berge nur aus'm Hotelfenster gesehen. Den ganzen Tag neue Taschen gesprüht. Alles, was wir mit auf Tour genommen haben, ist fast verkauft! Donnerstag kommt 'ne neue Ladung nach Krefeld. Dann sprühen wir wieder... (bei Kerzenschein und Franz Liszt).

Das neue Ding:



Samstag, 20. Februar 2010

FUCK BLOGGING - WIR SIND AUF TOUR!



Wir sind auf Tournee. Ich hatte gerade fast einen Nervenzusammenbruch, weil ich Fotos und so'n Dreck posten wollte. Wir sind keine verkackten Affen, die den ganzen Tag vor'm Rechner sitzen und sich auf ihren Tour-Blog einen wixen. ES GIBT KEINEN TOUR BLOG! Finito la comedia. Jeden Abend Rock'n'Roll. Das ist das, was hier gerad läuft. Und alles andere: FUCK IT! Falls doch Surf-Bedarf: YOUPORN - da wird jeden Tag alles aktualisiert. Oder REDTUBE - die sind auch immer aktuell. Oder REPUBLICCA - 'n bisschen Politik. 


Netz Overkill. Scheiße. 


Kowalski


FOTOS VON DER ERSTEN SHOW IN NÜRNBERG

Mittwoch, 10. Februar 2010

FREITAG WHITE TRASH & TOUR MIT 2RAUMWOHNUNG



Freunde, Kollegen, Geheimräte, Hintermänner, meine Damen,


wir spielen an diesem Freitag, 12.02.10 live im White Trash Berlin. Flyer anbei.


Wenn Ihr in der Stadt seid, lasst Euch blicken, wird 'n toller Abend. Wir kommen alle nochmal zusammen, trinken einen oder drei und dann schleichen wir uns. 2 Wochen Deutschland / Schweiz Tournee! Machen den Opener für 2raumwohnung!


Es wird auch am Freitag das Album NEUE DEUTSCHE REISELIEDER als Deluxe-Edition neu-veröffentlicht - incl. der beiden EXTRA SUPER REMIXE von DEICHKIND und FUKKK OFFF.


Wenn Freitag not in town, kommt am 04.03. ins Astra Berlin oder am 05.03. ins SO36 Berlin (Ich bin ein Berliner Festival).


Tour Daten, Tickets, Platten:


Hier


Da gibt's jetzt auch 'n Gästebuch. Kein Log-in, kein Newsletter, keine Anmeldung, kein Scheiß. Schreibt uns - wir freuen uns!



Freitag, 5. Februar 2010

MISSBRAUCHSSKANDAL: DER PATER & DIE NAZIS

Bei Spiegel-Online gelesen:


Jesuit zieht NS-Vergleich im Missbrauchsskandal


Dann das Original gelesen:


Missbrauchsskandal: Eberhard von Gemmingen nimmt Jesuitenorden in Schutz


Dann an den Spiegel meinen ersten Leserbrief (jemals) geschrieben:


Unfassbar! Da wird dem guten Herrn schon ein Forum geboten, Stellung zu beziehen, sich und seine Sache zu positionieren, richtig zu stellen. Und doch liest man das Interview der Heilbronner Stimme und kommt aus dem Staunen nicht heraus. Anstelle ausführlicher Entschuldigungen, aufrichtiger Anteilnahme, Einfühlsamkeit für die äußerst wiederlichen und peinlichen Auswüchse seines Ordens, spricht er lediglich von Männern, die "mit ihrer Sexualität nicht zu Rande kommen", die man "besser nicht aufgenommen" hätte. Der zuletzt angeschuldigte - ein Freund - "hat gesündigt, wenn ich das so sagen darf." Um sich im nächsten Satz dahin zu flüchten, dass in Deutschland noch viele andere Täter rumliefen, auf die keiner mit dem Finger zeige. "Gesündigt" ist seine einzige, wertende Stellungnahme. 


Das ist Schlag ins Gesicht jedes Opfers. Und jedes klardenkenden Menschen. Wie kann man bloß solch menschenverachtendes Treiben in den eigenen Reihen in überhaupt irgendeinen Vergleich stellen? Wie weltfremd und unerhört muss man sein, in solch einer Misere auch nur den Versuch anstellen zu wollen, das Handeln der eigenen Männer zu relativieren? Es entbehrt jeden Anstands.


Es ist überwiegend die Rede davon, die Gesamtheit seines Ordens zu schützen vor Generalverdächtigungen. Eine Relativierung folgt der nächsten. Er würde es nun auch sehr gerne sehen, wenn etwa de Mazière und Heiner Geißler als "honorige Altschüler" von ihren guten Erfahrungen berichteten und dem Generalverdacht entgegenwirkten.


Dass es in dieser Sache aber überhaupt nicht um ihn, seinen Orden oder seine untervögelten Schergen geht, sondern um Opfer, die ausgerechnet in Gotteshäusern missbraucht wurden, um Kinder, die triebgesteuerten, ekelhaften Mannsbildern hilflos ausgeliefert waren, um Leute, die ein Leben lang damit tun haben, solcherlei Traumata zu bewältigen - dies scheint dem Pater keiner weiteren, nennenswerten Erläuterung würdig. 


Auf die explizite Frage, ob die Kirche nicht deutlicher klarmachen müsse, dass es - gemäß der Leitlinien - in erster Linie um die Opfer und nicht um die Täter gehen müsse, findet der Ehrwürdige lediglich drei Worte: "Daran arbeiten wir." Punkt. Spätestens hier, wäre auf eine wortgewandte ausführliche, der Sache angemessene Stellungnahme zu hoffen. Eine aufrichtige Geste kann oftmals helfen, Brücken der Versöhnung zu gestalten. All die Sätze, die aber nicht gesprochen wurden, treiben den vulgären und ebenso minderwertigen Wunsch an, der Pater selbst möge zu Zwecken der Empathie Opfer ein paar faustdicker Sünden ("wenn man das so sagen darf") werden, um anschließend - als vergewaltigter Greis - einen ganz neuen Blick auf die Dinge zu gewinnen. 


Vor diesem Hintergrund erscheint der absurde, zurückgezogene NS-Vergleich als völlig zu vernachlässigender Aussetzer. Aber er hat gereicht für eine Zeile. Und hat seinen Dienst getan.


Dies ist mein erster Leserbrief. Das schiere Entsetzen ließ mir keine Ruhe.


Malakoff Kowalski